| Das kleine Münchner Taxler-Lexikon |
| Abstauber, der |
böser Kollege, der einem Fahrgäste wegschnappt |
| auf weit |
(im Funk) besondere Fahrtvergabe der → Zentrale, wegen längerer Anfahrt noch ohne genaue Angabe des Zielortes (zur Abwehr von
→ Abstaubern) |
| Aufhalter, der |
winkender Fahrgast am Straßenrand, der sich ein Taxi nimmt |
| Ausgleich, der |
(seltene) Wiedergutmachung der → Zentrale für eine Leerfahrt, → Blitz |
| Blitz, der |
Leerfahrt, oft zu Gunsten eines → Abstaubers |
| Blut, das |
Blutkonserve, Transportauftrag der Blutbank in der
Herzog-Heinrich-Str. 4 |
| Brausebad, das |
Standplatz am legendären Pissoir gegenüber dem Wies'n-Haupteingang |
| Brennen |
Zeit zu Meditieren, Autoputzen, Dösen,...; warten am Standplatz auf einen → Stich |
| Clubstich, der |
Fahrtauftrag zu einem Haus der Freude für alle Beteiligten |
| drei Scheine |
darunter hört man nicht auf; anzustrebender Umsatz; → Schein |
| dringend |
(im Funk) Vorgang mit Personenschaden, das Wort ist absolut für solche ernsten Notfälle vorbehalten! |
| Gast |
universelles Kürzel für jegliche Art von Gaststätte |
| Geier, der |
ständig am Funk präsenter, übereifriger Kollege, der zu jeder Freigabe das letzte Wort haben will |
| Hafen, der |
sehr beliebter, weil ca. 45,--€ entfernter Ort (der Flughafen) |
| hohe |
Bereich der höheren Hausnummern einer Straße; → niedere |
| Inder, der |
geheimnisvoller Kollege, der sich angeblich immer in der Straße befindet, in der ein Fahrtauftrag freigegeben wurde. |
| langsam |
(im Funk) mit Straßenangabe: Warnung vor einem → Wanderkino; → werd aufbaut |
| Mafia, die |
eigenwillige Pasinger Taxlerszene |
| niedere |
Bereich der niedrigen Hausnummern einer Straße; → hohe |
| Reklame, die |
gelb-schwarzes Taxischild auf dem Autodach |
| Reserve, die |
Nachrückplätze hinter einem Taxistand, z.B. am → Hafen, am Promenadeplatz etc. |
| richtig |
(im Funk) Abschluß jeder erfolgreichen Auftragsvergabe |
| Schein, der |
Währungseinheit in Taxlerkreisen im Wert von 50,-- € |
| Schneider, der |
wer sitzenbleibt und keinen → Stich mehr bekommt, z.B. am → Hafen |
| Stich, der |
Sinn und Zweck des Taxlerlebens, wer ihn nicht hat, muß → brennen; die Fahrt an sich |
| Wanderkino, das |
mobile Messstation für das alltägliche Gleichmäßigkeitsrennen in der Stadt; von den Verlierern macht die Polizei ein Zielphoto; → langsam |
| werd aufbaut |
(im Funk) mit Straßenangabe: ein → Wanderkino wird aufgebaut, danach heißt es → langsam |
| Westpark, Taxi am |
angenehmes Taxiunternehmen in der Ossingerstraße 2 |
| Zentrale, die |
unfehlbare Instanz im Äther, nach deren weisem Ratschluß die Aufträge vergeben werden |